EUDR
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Die neue EU Deforestation Regulation (EUDR) verändert weltweit die Anforderungen an Lieferketten für Rohstoffe. Besonders betroffen ist der Rohstoff Holz und daraus hergestellte Produkte. Unternehmen, die Holz oder Holzprodukte in die EU importieren, herstellen oder handeln, müssen künftig nachweisen, dass diese Produkte nicht mit Entwaldung in Verbindung stehen. Die Verordnung betrifft tausende Unternehmen in Europa, von Möbelherstellern über Papierproduzenten bis hin zu Handelsunternehmen.
Die EU Deforestation Regulation (EUDR) ist eine EU-Verordnung zur Bekämpfung globaler Entwaldung und Waldschädigung. Sie verpflichtet Unternehmen dazu sicherzustellen, dass bestimmte Rohstoffe nicht aus entwaldeten Flächen stammen.
Die Verordnung wurde eingeführt, weil ein erheblicher Teil der globalen Entwaldung durch den internationalen Handel mit Rohstoffen verursacht wird.
Unternehmen dürfen diese Produkte nur dann in der EU verkaufen oder exportieren, wenn sie nachweisen können, dass sie:
Holz ist einer der wichtigsten Rohstoffe im internationalen Handel und wird in zahlreichen Industrien verwendet. Gleichzeitig ist Holzproduktion in vielen Regionen der Welt ein wesentlicher Treiber für Entwaldung.
Typische Branchen mit Holz-Lieferketten sind:
Viele Unternehmen unterschätzen dabei, dass auch verarbeitete Holzprodukte unter die EUDR fallen können.
Beispiele:
Die Verordnung definiert betroffene Produkte über sogenannte HS-Codes (Harmonized System Codes).
Zu den wichtigsten Holzprodukten gehören:
Unternehmen müssen prüfen, ob ihre Produkte unter die betroffenen Zolltarifcodes fallen. In vielen Fällen sind nicht nur Rohstoffe, sondern auch weiterverarbeitete Produkte betroffen.
Grundsätzlich unterscheidet die EUDR zwischen zwei Rollen:
Primary Operators
Primary Operators bringen betroffene Produkte erstmals auf den EU-Markt oder exportieren sie.
Beispiele für Primary Operators:
Primary Operators tragen die volle Verantwortung für die Due-Diligence-Prüfung.
Händler
Händler (Trader)
Händler verkaufen Produkte innerhalb der EU weiter. Sie sind in der Wertschöpfungskette eine Stufe hinter dem Primary Operator.
Ihre Pflichten sind etwas geringer, sie müssen jedoch ebenfalls:
Ein zentraler Bestandteil der EUDR ist die vollständige Rückverfolgbarkeit der Lieferkette bis zur Waldfläche.
Unternehmen müssen folgende Informationen erfassen:
Geolokationsdaten
Diese Daten sind entscheidend, um zu prüfen, ob die Fläche nach dem 31. Dezember 2020 entwaldet wurde.
Lieferketteninformationen
Unternehmen müssen alle Akteure der Lieferkette dokumentieren:
Produktionsdaten
Zusätzlich sind Angaben notwendig zu:
Legalitätsnachweise
Unternehmen müssen nachweisen, dass der Rohstoff im Ursprungsland legal produziert wurde, beispielsweise durch:
Die EUDR verlangt von Unternehmen ein strukturiertes Due-Diligence-System.
Dieses besteht aus drei zentralen Schritten:
Unternehmen müssen alle relevanten Daten zur Lieferkette erfassen.
Dazu gehören:
Unternehmen müssen bewerten, ob ein Risiko besteht, dass der Rohstoff mit Entwaldung verbunden ist.
Faktoren können sein:
Wenn ein Risiko identifiziert wird, müssen Unternehmen Maßnahmen ergreifen, beispielsweise:
Die praktische Umsetzung der Verordnung stellt viele Unternehmen vor neue Herausforderungen.
Komplexe Lieferketten
Holzprodukte durchlaufen oft mehrere Produktionsstufen und Zwischenhändler.
Fehlende Geodaten
Viele Lieferanten verfügen derzeit noch nicht über präzise Geokoordinaten der Anbauflächen.
Datenmanagement
Unternehmen müssen große Mengen an Lieferketten- und Nachhaltigkeitsdaten verwalten.
Zusammenarbeit mit Lieferanten
Viele Unternehmen müssen erstmals systematisch Nachhaltigkeitsdaten von Lieferanten einfordern.
Unternehmen sollten frühzeitig mit der Umsetzung beginnen.
Wichtige Schritte sind:
Die Umsetzung der EU Deforestation Regulation (EUDR) erfordert ein strukturiertes Datenmanagement entlang der gesamten Lieferkette.
Unternehmen müssen:
Für viele Unternehmen wird daher spezialisierte EUDR-Software zu einem wichtigen Bestandteil der Umsetzung.
Eine geeignete Lösung sollte Unternehmen dabei unterstützen:
Moderne ESG-Softwarelösungen wie cubemos unterstützen Unternehmen dabei, EUDR-Anforderungen effizient umzusetzen.
Mit der Software können Unternehmen unter anderem:
Lieferketten digital erfassen
EUDR-relevante Daten sammeln
Risikoanalysen durchführen
Due-Diligence-Prozesse strukturieren
Gerade bei komplexen Holz-Lieferketten mit vielen Zulieferern kann eine digitale Lösung helfen, die Anforderungen der EUDR skalierbar und revisionssicher umzusetzen.
Die EU Deforestation Regulation (EUDR) verpflichtet Unternehmen dazu nachzuweisen, dass Holzprodukte nicht aus entwaldeten Flächen stammen. Dafür müssen Unternehmen detaillierte Lieferketteninformationen und Geodaten sammeln und eine Due-Diligence-Erklärung abgeben.
Die EUDR betrifft zahlreiche Holzprodukte, darunter:
Ob ein Produkt betroffen ist, wird über den jeweiligen HS-Code definiert.
Unternehmen müssen unter anderem folgende Daten erfassen:
Ja. Händler müssen Informationen zu ihren Lieferanten und Kunden dokumentieren und die Rückverfolgbarkeit der Produkte sicherstellen, wenn sie entweder Primary Operator sind oder sich an erster Stelle in der Lieferkette befinden.
Unternehmen, die die Anforderungen nicht erfüllen, müssen mit Sanktionen rechnen, darunter:
Die EU Deforestation Regulation (EUDR) wird die Transparenz in globalen Lieferketten deutlich erhöhen.
Für Unternehmen bedeutet das vor allem:
Unternehmen, die frühzeitig mit der Umsetzung beginnen und digitale Lösungen einsetzen, können regulatorische Risiken reduzieren und ihre Lieferketten langfristig nachhaltiger gestalten.
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